Psychologen und Mediziner:                       kann das gut gehen?

 

Mediziner und Psychologen behandeln später die gleichen Patienten -

und beide nutzen das gleiche Instrument:

Die Anamnese. Das Gespräch. Das Wort.

 

Wir nutzen die Anamnesegruppen, um unsere eigene Gesprächsfähigkeit zu schulen, die während des Studiums nur rudimentär vermittelt wird. Psychologen und Mediziner können hier in einen einzigartigen Austausch treten: Unterschiede und Gemeinsamkeiten beider Fachrichtungen ermöglichen es uns, den Patienten mit unterschiedlichen Augen zu betrachten, darüber ins Gespräch zu kommen und voneinander zu lernen.

 

So bekommen wir alle die Chance, eine Grundlage für die spätere interdisziplinäre Zusammenarbeit zu legen.

 

Seit dem Wintersemester 2007/08 nehmen wir in jede Anamnesegruppe auch zwei Psychologie-Studentinnen auf. Psychologen können dafür ebenso zum Einschreibeabend kommen und sich bei uns für einen Platz bewerben.

 

Anamnese = KEIN Therapiegespräch!

Allerdings sind die Anamnesegruppen keine Therapiesitzung. Vielmehr habt ihr die Chance. mal ganz andere Patienten von vielen verschiedenen Stationen hautnah zu erleben und euch ein Bild davon zu machen, mit welchem Blick Mediziner den Patienten begegnen.

Alle Teilnehmer sollen eine Anamnese gemäß dem bio-psycho-sozialen Modell erheben, welches das Fundament einer vollständigen Anamnese darstellt.